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Herzlich Willkommen auf der Fritz-Koppel

 

 

WIE ALLES BEGANN!!!

 

Zu Weihnachten 2014 bekam ich von meiner Frau ein kleines grünes Buch mit dem Titel „Tiere essen“ geschenkt. Dieses kleine Buch krempelte mich komplett um.

Ich habe immer gern und reichlich Fleisch gegessen und mir nie großartig Gedanken gemacht, woher dieses Fleisch kommt. Nach der Lektüre beschloss ich, kein Fleisch mehr aus Massentierhaltung zu essen. Ich wollte jedoch auch nicht ganz auf den Verzehr von Fleisch verzichten.

Also machten wir uns auf die Suche nach Lebensmitteln aus nicht konventioneller Tierhaltung, was sich allerdings als recht schwierig herausstellte. Es ist nicht leicht, einen Schweinezüchter in Brandenburg zu finden, der all die Kriterien erfüllt, die uns wichtig geworden sind, ohne große Wege zurücklegen zu müssen.

Also beschlossen wir, uns selbst ein Schwein für die Hausschlachtung zu halten.

Damit fingen unsere Probleme erst richtig an.

Da wir unser Schwein ganzjährig im Freiland halten wollten, mussten wir eine geeignete Rasse finden. Nach vielen Recherchen entschieden wir uns für das Bentheimer Bunte Landschwein, welches sehr robust und stressresistent ist. Diese alte Norddeutsche Rasse zeichnet sich außerdem durch eine hervorragende Fleischqualität aus. Leider ist das Bentheimer Bunte Landschwein vom Aussterben bedroht. Das war ein weiterer wichtiger Punkt, uns für diese Rasse zu entscheiden, um damit einen kleinen Teil am Fortbestand dieser tollen Schweinerasse beizusteuern.

Unsere Schweine sollten möglichst artgerecht gehalten werden. Also funktioniert die Haltung eines einzelnen Schweines nicht. Es mussten mehrere Schweinchen her.

Für mehrere Schweine braucht man eine Koppel und diese Koppel muss hergerichtet werden, was ja nicht so schlimm sein kann.

Weitgefehlt – die Vorschriften sind streng!

Das gesamte Gelände muss doppelt eingezäunt werden. Der Außenzaun muss 1,70m hoch und 0,30m tief ins Erdreich eingelassen werden, ein Elektrozaun, 2,00m vom Außenzaun entfernt ist vorgeschrieben. 200m Wasserleitung und 200m Elektroleitung mussten verlegt werden. Schutzhütten wurden gebaut, eine Suhle angelegt usw.

Bis alle Auflagen erfüllt waren, vergingen so einige Monate.

Am 16.04.2016 war es dann so weit, dass unsere ersten Tiere auf der neu hergerichteten Koppel Einzug halten konnten.

Unser Anliegen ist es, den Tieren bis zum Tag ihrer Bestimmung ein möglichst angenehmes Leben zu ermöglichen. Manch einer wird vielleicht nicht verstehen, dass wir unsere Schweine schlachten. Jedoch ist die Rasse des Bentheimer Bunten Landschweines - so paradox es auch klingen mag - nur zu retten, wenn die Nachfrage dieses äußerst schmackhaften Fleisches vorhanden ist.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen fleißigen Helfern, die uns bei Wind und Wetter stets zur Seite standen ganz herzlich bedanken!

 

Heidi Leppin und André Schragl

Unser Ferkel Berta
Unsere Zuchtsau Fünnef