Tierschutz

 

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Schweine im Recht: Tierschutzwidrige Haltungsbedingungen in Brandenburg beenden!

 

Liebe Gegnerinnen und Gegner der Massentierhaltung in Brandenburg,

 

Schweine gelten als intelligent und sind fühlende Wesen. In der modernen Massentierhaltung führen sie ein trauriges Dasein. Weil die bestehenden Haltungsbedingungen ihnen wesentliche Lebensbedürfnisse vorenthalten, verstoßen diese seit langem gegen geltende Tierschutznorm. Ein Rechtsgutachten im Auftrag von Greenpeace und ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu den Kastenständen haben dies jüngst noch einmal bekräftigt. Doch die Mühlen des Gesetzes mahlen langsam. Damit sich für das Leben der Schweine tatsächlich etwas ändert, braucht es politischen Druck: In Brandenburg kämpft das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg deshalb auf zwei Wegen gegen die traurigen Lebensumstände der Schweine:

 

Mit dem erfolgreichen Volksbegehren gegen Massentierhaltung hat das Bündnis einen Landestierschutzplan erwirkt. Mit diesem soll auch für die Schweinehaltung ein konkreter Maßnahmenplan erarbeitet werden, um z.B. das sogenannte Kupierverbot endlich durchzusetzen.

 

Mit der Kampagne “Stoppt den Megastall!” geht das Aktionsbündnis zusammen mit Umweltverbänden und Bürgerinitiativen juristisch direkt gegen die Genehmigung von Mastanlagen vor. Damit versuchen die Aktiven vor allem den Neubau oder eine Erweiterung zu verhindern.

 

Stoppt den Megastall - gerade in Brandenburg!

 

Mit etwas mehr als 800.000 Schweinen ist Brandenburg ein vergleichsweise vieharmes Land. Allerdings entstehen mit dem Ausbau in Tornitz (80.000 Tiere) und der geplanten Mastanlage in Haßleben (37.000 Tiere) zwei der größten Mastanlagen in Deutschland überhaupt. Dagegen wehrt sich die Kampagne “Stoppt den Megastall!”. Zusammen mit Bürgerinitiativen vor Ort, Rechtsanwälten, Tier- und Umweltschutzorganisationen sowie Initiativen aus der Zivilgesellschaft und vielen Einzelpersonen kämpft das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg gegen neue Megaställe in der Region. Dazu organisiert das Bündnis gemeinsame Protestaktionen, Veranstaltungen und unterstützt die einzelnen Bürgerinitiativen bei ihren Einwendungen, Widersprüchen und den Klageverfahren.

 

Zum Beispiel Haßleben:

 

In Haßleben in der Uckermark soll eine riesige Schweinemastanlage mit 37.000 Tieren entstehen. Der Holländische Investor van Gennip möchte aus einer alten DDR-Mastanlage wieder eine Fleischfabrik machen. Dagegen wehrt sich die Bürgerinitiative “kontra Industrieschwein Haßleben” seit 13 Jahren erfolgreich. Einmal hatte der Investor sein Vorhaben mit zunächst 87.000 Schweinen bereits stoppen müssen. Gegen das derzeitige Vorhaben liegt eine Klage der Bürgerinitiative vor Gericht vor. Damit Umweltverbände und Bürgerinitiative weitere Schritte auch finanziell durchhalten können, sind sie auf Unterstützung angewiesen.

 

Bitte unterstützen Sie den Widerstand gegen Haßleben mit einer Spende

 

Zum Beispiel Tornitz:

 

In Tornitz südlich von Vetschau steht bereits eine der größten deutschen Schweinemastanlagen überhaupt. Die Schweinemastanlage der Firma Bolart GmbH möchte den Bestand von 65.000 Tierplätzen auf 80.000 erhöhen. Anhand dieser Dimensionen wird klar, was den Begriff “Massentierhaltung” eigentlich ausmacht: Denn abgesehen von den massiven Auswirkungen auf Natur und Umwelt stand der Betreiber bereits wegen eklatanter Tierschutzverstöße in der Kritik. Trotz eindrücklicher Bildaufnahmen von Tierrechtsorganisationen hatten aber weder Amtstierärzte noch die Staatsanwaltschaft offiziell Missstände festgestellt. Doch der Kampf gegen diese Megamastanlage könnte Erfolg haben. Im letzten Jahr konnte der NABU zusammen mit der Bürgerinitiative “Schweinewind” im Eilverfahren zunächst einen Baustopp erwirken. Schon bald könnte das Oberverwaltungsgericht das Hauptverfahren einleiten. Dann benötigen NABU und Bürgerinitiative viel Unterstützung und Spenden.

 

Bitte unterstützen Sie den Widerstand gegen Tornitz mit einer Spende

 

Zum Beispiel Mellensee:

 

Das “Saalower Kräuterschwein” gilt in der Berliner Gastronomie als Delikatesse. Die Saalower Mast GmbH vermarktet das Schwein erfolgreich als Spezialität und preist die hohe Qualität und den besonderen Geschmack durch die Fütterung mit Kräuterzugaben wie Kornblumen, Kamille und Mohnblumen. Doch kein Tier bekommt in seinem kurzen Leben jemals eine Wiese, geschweige denn eine mit Kräutern zu sehen. Mit mehr als 2.000 Schweinen in einer Anlage handelt es sich eindeutig um Massentierhaltung. Bis zu elf ausgewachsene Tiere können da jeweils in einer Bucht ohne Einstreu auf Betonspaltenböden stehen. Pro Jahr gibt es drei Mastdurchgänge. Ein weiterer Stall mit nochmals über 2.000 Tierplätzen wurde trotz massiver Proteste aus der Bevölkerung genehmigt und ist bereits in Betrieb. Dagegen klagt derzeit die Bürgerinitiative “keine Massentierhaltung am Mellensee”.

 

Bitte unterstützen Sie den Widerstand gegen die Schweinemastanlage am Mellensee mit einer Spende

 

 

Veranstaltungstipp: Was passiert mit der Gülle der Schweinemastanlage in Tornitz?

 

Diese und andere Fragen stellt sich die Stammtischreihe der Bürgerinitiative Altdöberner See mit der klasse besetzten Veranstaltung “Nachhaltige Landnutzung in der Region”. Am 19.05.2017 um 18:00 Uhr in Muckwar. Mit dabei ist die Bürgerinitiative “Schweinewind”, welche sich gegen den Ausbau der Schweinemastanlage Tornitz / Vetschau auf 80.000 Tiere wehrt. Rund um den Altdöberner und den Gräbendorfer See liegen 4.000 ha landwirtschaftliche Fläche. Im Einzugsgebiet liegt ebenfalls die Schweinemastanlage in Tornitz als eine der größten Anlagen ihrer Art in Deutschland überhaupt. Dazu kommt die Biogasanlage in Neudöbern und Mülldeponien in Alt-Döbern. Aktive aus den Bürgerinitiativen Alt Döberner See und der Bürgerinitiative Schweinewind fordern einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Boden.

 

Infos und Programm: "Nachhaltige Landnutzung in der Region"

 

Wie geht es weiter mit dem Volksbegehren?

 

Nach dem Volksbegehren gegen Massentierhaltung 2016 arbeitet das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg in diesem Jahr intensiv am Landestierschutzplan Brandenburg mit. Ähnlich wie z.B. in Niedersachsen kann aus einem im Konsens erarbeiteten Tierschutzplan auch in Brandenburg ein Maßnahmenpaket werden, welches öffentlich Druck macht. Denn die konventionelle Landwirtschaft hat sich selbst in die Sackgasse manövriert. Oft wird behauptet, zu den derzeitigen Haltungsformen gäbe es keine Alternative. Bei Schweinen ist z.B. das Kupieren von Schwänzen nach dem Tierschutzgesetz eigentlich verboten. Tierhalter, die ihre Schweine zum Schutz vor dem Schwanzbeißen dennoch kupieren wollen, müssen eine Ausnahme begründen. In der Praxis jedoch ist die Ausnahme zur Regel geworden. Damit kann in Brandenburg bald Schluss sein. Im Landtagsbeschluss zum Volksbegehren heißt es: “Ziel ist die Umsetzung des Vollzugs der EU – Richtlinie 2008/120/EG und des Tierschutzgesetzes zum Kupierverbot bis 2019.” Mit dem Tierschutzplan sind konkrete Maßnahmen gefragt und keine Ausreden. Das ist ein Erfolg des Volksbegehrens.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Jens-Martin Rode,

Aktionsbündnis Agrarwende Berlin Brandenburg

Die Kampagnenarbeit von "Stoppt den Megastall!" wird gefördert von der Bewegungsstiftung

www.bewegungsstiftung.de

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Aktionsbündnis Agrarwende / Volksbegehren gegen Massentierhaltung in Brandenburg

v.i.S.d.P: Jens-Martin Rode

c/o BUND Brandenburg e.V.

Friedrich-Ebert-Straße 114 A in 14467 Potsdam

Kontakt: Jens-Martin Rode (Newsletter/Fundraising)

Tel. 0331 - 237 00 141

E-Mail: info@volksbegehren-massentierhaltung.de

www.volksbegehren-massentierhaltung.de

www.facebook.com/agrarwende

 

Spendenkonto Aktionsbündnis Agrarwende Berlin Brandenburg

Kontoinhaber: BUND Brandenburg e.V. (GLS Bank)

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